9. Dezember (MIttwoch der zweiten Adventswoche)

Ein Inhaftierter schrieb seine Gedanken zur Weihnachtszeit auf. Ich fragte ihn, ob ich diese hier veröffentlichen dürfe. Er stimmte zu. 

In keinem anderen Zeitraum des Jahres ist bei mir die Sehnsucht nach Frieden,  Liebe, Familie und Harmonie so groß. 

Ich spüre es, wie die Tiere sich für den Winterschlaf einrollen,  sich in Höhlen zurückziehen oder einfach den Puls runterfahren, so bewegt sich die Masse der Menschen Richtung trautes Heim, wo seit Wochen dekoriert ist.

So stelle ich mir es auf jeden Fall vor. So sollte es sein, wie es in Echt aussieht oder sich abspielt entzieht sich meiner Kenntnis.  Denn als ich ein freier Mann war, wollte und konnte ich nicht an dieses Fest der Liebe teilhaben.  Ich dachte, arbeiten ist wichtiger und Liebe ist ein Luxus, der verdient werden musste. 

Und überhaupt, was ist die Bedeutung von Weihnachten? Schön und gut, Christus ist geboren….

Solchen Gedanken hing ich nach, während die meisten im trauten Heim Heilig Abend zusammen verbrachten, alleine, kiffend, im Auto an der Maas in Holland.  Traurige Figur.

R.B.

(Morgen der zweite Teil seines Nachdenkens über Weihnachten)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s