7. Juli 2020 von AGÈS nach RABE DE LA CALZADAS – 45,5 km

9.34 Uhr

Gestern Abend schon hatte Mauro eine Sprachnachricht geschickt in der er mir mitteilte, er würde in Burgos auf mich warten, wir könnten zusammen Mittag essen und dann weiterlaufen. Der Gedanke gefiel mir. Bis Burgos von Agres aus waren es aber noch 23 km. So lief ich heute um 6.30 Uhr los und bin gerade 7 km vor Burgos. 

Das Wetter ist angenehm frisch und sonnig, so, dass ich mir jetzt in der Kaffeepause an der vierspurigen Einfahrstraße nach Burgos eine Jacke anziehen musste. Ohrstöpsel wären auch nicht schlecht, denn die Ruhe der letzten Tage werde ich sicherlich für die nächsten 7 km vermissen. 

11.45 Uhr

Als Tagesgetränk (neben Kaffee) habe ich für mich das alkoholfreie Bier entdeckt. Jetzt, nach 26 km, schmeckt es mir hervorragend. So genieße ich den Blick auf die Kathedrale von Burgos, die mich schon 2008 und 2009 beeindruckt hat. Heute werde ich nicht hineingehen,  das Sitzen vor ihr gefällt mir besser, als das Laufen in ihr. Mauro ist noch drinnen und fotografiert. Werde mir die Bilder anschauen, das soll 2020 genügen. 

Tragen auf dem Land viele Menschen auch draußen eine Maske, sind es hier in der Stadt fast alle. Kaum eine/r, mit Ausnahme der Kinder, die keine trägt. Solange ich laufe nehme ich mir die Freiheit keine aufzusetzen, bei Kontakten oder im Haus trage ich selbstverständlich auch eine.

18.05 Uhr

Heute bin ich geschlaucht. Nach Burgos erahnt man schon die spanische Meseta.

Das über 200.000 km² große kastilische Hochland, das keinen Schatten bietet, kaum Wasserstellen kennt und sich durch tropische Temperaturen im Sommer auszeichnet. Bei der letzten Rast lief in der Bar der Fernseher und in diesem der Wetterbericht.  Da sah ich nur Temperaturen über 35 Grad für die nächsten Tage. Grausam. Heute reichten mir die 44 km um mich vollkommen k.o. zu machen. Zum Glück war ich nicht allein. Mauro und ich schwiegen uns in der Hitze weitgehend an. Er war heute fitter, aber kein Wunder, er lief nur die 15 Kilometer von Burgos aus. Da hatte ich schon über 25 km runtergelaufen. 

Die Herberge jetzt ist ok. Der Ort Rabe de las Calzadas. Würde man mit dem Auto reinfahren, müsste man schon am Ortseingangsschild bremsen,  um nicht sofort schon wieder raus zu sein. 

Da ich mich in Burgos an dem schwarzen Gewürm (was sehr lecker war) überessen habe, brauche ich heute kein Dinner, nur Bier. 

Mauro sieht das ähnlich,  tolles Gespann. 

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